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Kapitänin geht von Bord

Von Kindern umringt, war Ingrid Bitterwolf auch bei der Abschiedsfeier in ihrem Element. Nach 58 Jahren Schule, davon fast 40 im Lehrdienst, die letzten zehn als Rektorin der Rheinwaldschule tritt sie in wenigen Tagen in den Ruhestand.

Nächstes Jahr ist sie woanders. Dank ihres organisatorischen Talents und ihres Fernwehs vielleicht als „Reiseleiterin auf Kreuzfahrt“, mit ihrer sportlichen Erscheinung möglicherweise „Top-Model für pensionierte Schulleiterinnen“. Mit derlei Mutmaßungen wurde am Freitag in der Rheinwaldschule die Zukunft von Rektorin Ingrid Bitterwolf ausgemalt. Es gab triftige Gründe dafür: zum 1. August tritt die „Steuerfrau“, Kapitänin“, „Chefin“ und wie sie sonst noch genannt wurde, in den Ruhestand.
Zum Übertritt in die neue Lebensphase, in der sie endlich „Urlaub außerhalb der Ferienzeit“ planen dürfe, wurde Bitterwolf mit einer einfallsreichen unterhaltsamen Feier in der Turnhalle geehrt, die länger als vier Unterrichtsstunden dauerte. Ungefähr 80 Weggefährten und Gäste nahmen teil. Zur Einstimmung trugen die Kinder des Schulchors kleine Schiffchen herein, um der Rektorin vor dem Ablegen ein fröhliches „Ahoi“ zu singen. Schon ein paar Augenblicke später ritt die Sangesmannschaft voller Elan im Wilden Westen über die Prärie. So flott wie die Einstiegsnummern gerieten im weiteren Verlauf auch eine rhythmische Becher-Handakrobatik der dritten Klassen und ein pfiffig präsentiertes Musical der Theater AG. Einen ruhigen Kontrast auf japanische Art setzte der Instrumental-Kreis.
Die offizielle Verabschiedung Bitterwolfs leitete Schulamtsdirektor Anton Meier mit einem Blick auf ihren Werdegang ein. In Rastatt geboren, studierte sie nach dem Abitur an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Auf die 1979 abgelegten zweite Staatsprüfung folgten Stationen in Bietigheim, Brötzingen und Ötigheim. Im Jahr 2001 bewarb sie sich mit Erfolg für die Konrektorenstelle in Elchesheim-Illingen, 2008 wurde sie zur Leiterin der Rheinwaldschule ernannt.
Meier zitiere aus Dienstbeurteilungen, in der die Pädagogin schon in den ersten Jahren dafür gelobt wurde, mit viel Engagement ein gutes Lernklima schaffen und Schüler motivieren zu können. Sie habe sich durch souveräne Führungsqualitäten ausgezeichnet, sei stets eine Verfechterin der Hauptschule gewesen.
In Elchesheim-Illingen musste diese Schulform 2011 aufgegeben werden. Die verbliebene Grundschule wurde zur offenen Ganztagsschule umstrukturiert. Bürgermeister Rolf Spiegelhalder erinnerte an die vor drei Jahren abgeschlossene Kernsanierung. Man habe eine der modernsten Einrichtungen ihrer Art geschaffen. Dabei habe Bitterwolf als innovative „Powerfrau“ zusammen mit ihrem Team „hervorragende Arbeit“ geleistet.
Die stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende Verena Oberle hob Bitterwolfs „Wille, allen gerecht zu werden“ als „beispielhaft“ hervor. Die Rektorin sei mit ihren Enthusiasmus „ein Vorbild für alle“. Sie habe die Rheinwaldschule zu einem lebenswerten Ort gemacht. Dafür sage die Elternschaft „von Herzen danke“.
Von Spielgeräten bis Theaterbesuchen reichten die Ideen des Fördervereins der Schule, zu deren Umsetzung Bitterwolf viel beigetragen habe, wie dessen Vorsitzende Martina Halbisen anmerkte. Das Wohl der Schule sei für die Rektorin eine Herzenssache gewesen. Sie habe bei Kindern Talente gefördert, die sonst nie entdeckt worden wären. Eine „hervorragende Evaluation“ habe die gute Arbeit bestätigt.
Pfarrer Klaus Dörner glaubte, bei Kindern des Ortes zu spüren, dass ihnen unter Bitterwolfs Leitung in der Schule Freundlichkeit, Harmonie, Disziplin und christliche Werte vorgelebt worden seien. Volker Arntz äußerte als Sprecher der Schulleiterkollegen im Gemeindeverband die Überzeugung, dass Bitterwolf einen „unschätzbareren Beitrag“ zum Gemeinwohl erbracht habe. Einer Einlage des Schulleiterchors folge der ehemalige Bietigheimer Lehrerkollege Bernd Droll mit einer Hommage in Liedform. Ein Grußwort sprach auch Monika Steinacker von der Kreativ-AG.
Als dienstältestes Mitglied des Kollegiums skizzierte Karin Melzer eine Chefin, der die Erziehung zu freundlichem Miteinander und gegenseitiger Wertschätzung wichtig gewesen sei. Bitterwolf habe ihr Amt mit „absoluter Verlässlichkeit“ und viel Herzblut wahrgenommen. Sie habe eine „Wohlfühlschule für alle“ geschaffen. Die Englisch-AG und die Schulbibliothek seien große persönliche Anliegen gewesen.
Denn das Kulturgut Buch dürfe nicht in Vergessenheit gerate, bestätigte Bitterwolf die Einschätzung in ihrer Schlussansprache. Neben der Bücherei nannte sie die Musicalaufführung „Zauberer von Oz“ und ein Auftritt der Schule beim Gastspiel des Zirkus Krone in Rastatt als Höhepunkte ihrer Amtszeit.
Im Schulleben sei es ihr darum gegangen, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft, gegenseitige Wertschätzung und humanistische Werte zu vermitteln, Leistungsfreude und Kreativität zu fördern. Lehrerin sei ihr „Traumberuf“, „bis zum letzten Tag“ der nunmehr 58 Jahre, die sie zur Schule gegangen sei. Den Bogen zurück zur ABC-Schützin hatte zuvor schon Pfarrer Dörner geschlagen, indem er Ingrid Bitterwolf eine „Ausschulungstüte“ schenkte.

 

Kooperation Grundschule – Gymnasium

Musikalischer Klassenbesuch

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Am 29.6.18 machten wir, die Klasse 4a, uns auf den Weg zum Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium nach Durmersheim, um mit der dortigen Klasse 5b gemeinsam zu musizieren. Diesen „musikalischen Klassenbesuch“ gab es auch schon im letzten Jahr und hat als Ziel, dass eine vierte und eine fünfte Klasse zusammen zwei Musikstücke proben und aufführen.
In diesem Jahr standen die beiden Stücke „Matilda“ von Harry Belafonte und das Lied „Die alte Moorhexe“ auf dem Programm.
Die Klasse 5b hatte im Vorfeld kräftig geprobt und beide Stücke perfekt auswendig gelernt. Auch wir probten viele Schulstunden im Voraus, um die Sänger der Klasse 5 mit Instrumenten begleiten zu können.
Zum Gymnasium wurden wir freundlicherweise mit Privat Pkws von drei Mamas gefahren. Hierfür nochmals herzlichen Dank.
Dort angekommen, wurden wir schon von gespannten Fünftklässlern erwartet. Auch wir waren natürlich sehr neugierig und gespannt, ob alles zusammen klappen würde.
In zwei Schulstunden probten wir die beiden Stücke sehr konzentriert und voller Motivation. Diese beiden Stunden vergingen wie im Flug, und da beide Klassen sehr gut geprobt hatten, klappte die musikalische Zusammenarbeit super.
In der folgenden großen Pause fand dann im Musiksaal des WHG unsere kleine Aufführung statt. Etwas Lampenfieber war natürlich auch dabei, denn das gehört schließlich zu einer erfolgreichen Aufführung dazu.
Viele Schüler fanden den Weg in den Musiksaal, um sich unser gemeinsames Mini-Programm anzuhören. Auch einige Gäste aus Elchesheim-Illingen waren dabei. So waren unsere Schulleiterin, Frau Bitterwolf, unser Klassenlehrer, Herr Späth, und einige Mamas gekommen. Der sehr konzentrierten Probearbeit folgte eine erfolgreiche kleine Aufführung, die mit viel Beifall bedacht wurde.
Stolz und glücklich wurden wir von unseren „Chauffeur-Mamas“ wieder zur Schule nach Elchesheim-Illingen gefahren, wo wir den Rest des Schultages verbrachten.
Für uns war es eine tolle Erfahrung, mit Schülern einer anderen Schule, die wir vorher gar nicht kannten, gemeinsam etwas zu erarbeiten. Wir hatten viel Spaß und Freude beim Musizieren.

 

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Besuch an der Akademie Rotenfels

Vom 14. – 16. Mai 2018 verbrachten die Klassen 4a und 4b der Rheinwaldschule zusammen mit Ihren Klassenlehrern Frau Ben Amor und Herrn Späth, sowie der Referendarin Frau Neff ihren Schullandheimaufenthalt an der Akademie Bad Rotenfels.
Drei Tage lang kreative Arbeit mit namhaften Künstlerinnen wie Frau Olga Sora- Lux und Frau Susanne Wadle haben nicht nur Spaß gemacht, sondern auch das Vertrauen in die eigenen kreativen Fähigkeiten wachsen lassen.
Zu erfahren, welch wunderbare Kunstwerke man allein aus Naturmaterialien schaffen kann, z. B. in Form von selbstgestalteten Bodenmandalas, war für viele Kinder verblüffend und neu. Auch die Arbeit mit den unterschiedlichsten Materialien und nicht alltäglichen Werkzeugen, wie zum Beispiel einem Lötkolben, war aufregend und spannend.
Ob es nun um Portraitmalerei mit Holzkohle und Acrylfarbe ging oder um Action Painting à la Jackson Pollock, die Kinder zeigten sich immer wieder erstaunt über ihre eigene Schaffenskraft.
Aber selbstverständlich wurde nicht nur „hart" gearbeitet in dieser Zeit. Der Besuch im Unimogmuseum und ein Match auf dem nahegelegenen Minigolfplatz, sowie eine spannende Nachtwanderung rundeten das Programm ab.
Es waren drei wunderbare Tage, die leider viel zu schnell vorbeigingen, uns aber noch lange in Erinnerung bleiben werden.

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Projekt: Kinder einer Welt

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Unter diesem Motto stand dieses Jahr das gemeinsame Projekt der Vorschulkinder des Kindergartens und der Klassen 1 und 2 der Grundschule mit ihren Lehrerinnen, Frau Fitterer, Frau Melzer, Frau Stamerra , Frau Heck, Frau Ehlich und den Erzieherinnen, Frau Winter, Frau Neff, Frau Schneider und Frau Neu.
Mit viel Spaß reisten 100 Kinder vom 14.05. bis 15.05. in verschiedene Länder der Welt. Mit großem Hallo und dem Lied „ Kinder, Kinder, wir sind Kinder einer Welt“ wurden alle, ob groß oder klein, begrüßt.
Anschließend ging es gruppenweise in die vier Länderzimmer. Gereist wurde nach Südafrika, China, Australien und Italien.
In Südafrika erhielten die Teilnehmer Infos über die Lebensweise der Menschen, insbesondere der Kinder in ländlichen Gegenden. So erfuhren sie zum Beispiel etwas zum Thema „ Leben im Dorf, Hausarbeit, Wasser, Schule und Spiele“. Die Kinder balancierten „Säckchen“ auf dem Kopf, um das Lastentransportieren nachzuspüren. Ein afrikanisches Kinderspiel auszuprobieren machte ebenfalls allen viel Spaß.
Auf ihrer Weltreise kamen die Kinder auch nach China. Dort erfuhren sie, wie der Schulalltag für die chinesischen Schüler abläuft. Die Begrüßung auf dem Schulhof, Morgengymnastik und die Ordnung im Klassenzimmer wurden nachgespielt. Dann versuchten sich die Kinder im Nachschreiben von chinesischen Zahlen und Schriftzeichen. Außerdem wurden typische Hüte gebastelt, mit Stäbchen gegessen und Pandabären gemalt.
Nach einem anstrengenden und langen Flug landeten die Kinder schließlich in Australien. Dort lernten sie die australische Flagge kennen, die neben der Fahne Großbritanniens, einen Stern mit 7 Zacken und das Sternenbild „Kreuz des Südens“ enthält. An einer Station konnten die landestypischen Tiere bestaunt und eine Echse sowie ein Regenrohr mit der Technik der Aborigenes (Pointilismus) bemalt werden. Ein Klatschrhythmus, der allen viel Spaß bereitete, rundete die Reise durch Australien ab.
Ein weiteres Reiseziel der Kinder führte sie nach Bella Italia. In der Hauptstadt Rom waren die Kinder auf den Spuren der alten Römer unterwegs und sahen wie Gladiatoren kämpften. Anschließend wurde gezeigt wie man süße und salzige Pizza backte. Auch das große Hobby der großen und kleinen Italiener „Das Rollerfahren“ wurde vorgestellt. Des Weiteren versuchte man den Kindern die Zahlen bis 10 beizubringen, doch dies war gar nicht so einfach. Zum Abschluss wurde ein kleines Konditionstraining im Klassenzimmer abgehalten und ein Plakat gestaltet.
Die Projekttage gingen wieder sehr schnell vorbei und alle waren sich am Ende einig, dass die Weltreise Riesenspaß gemacht hat! Ein herzliches Dankeschön geht auch an alle Praktikantinnen, die uns tatkräftig bei der Projektdurchführung unterstützt haben!

Der Ausflug auf den Kartoffelacker

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Am 4.5. war es wieder soweit. Wir, die Klasse 3a und 3b sind gemeinsam mit unseren Klassenlehrerinnen Frau Wagner und Frau Trachte auf den Kartoffelacker gegangen. Herr Schmidt, Herr Berlinger und Herr Bauer haben dort schon mit den Maschinen auf uns gewartet. Zuerst fragte uns Herr Schmidt, was man alles aus Kartoffeln machen kann. Wir antworteten: Kartoffelpuffer, Kartoffelbrei, Chips, Pommes Frites, Kartoffelauflauf, Bratkartoffeln, Kartoffelsuppe, Pellkartoffeln oder Kartoffelsalat. Wir haben alle sehr gestaunt, als Herr Schmidt uns erklärte, dass man auch Tapetenkleister aus Kartoffeln herstellt.
Anschließend wurde uns die Saatmaschine erklärt, die hinter dem Traktor hing. Jetzt wurden die Setzkartoffeln in die Saatmaschine eingefüllt. Dann ging es los. Wir durften neben der Maschine und hinter der Maschine herlaufen. Dabei konnten wir beobachten, wie die Kartoffeln in die Erde gepflanzt wurden. In 3 Wochen sollten die ersten Blätter unserer Kartoffelpflanzen aus der Erde schießen.
Nach einem Picknick neben dem Acker sind wir wieder zur Schule gelaufen. Herzlichen Dank nochmal an Herrn Schmidt, der uns jedes Jahr verdeutlicht, dass Kartoffeln ursprünglich nicht aus der Plastiktüte kommen, sondern ein landwirtschaftliches Produkt sind.

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