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Energie-Projekt der Viertklässler

 


Lange gedauert hat es nicht, bis bei den Kindern der Rheinwaldschule der Energiesparblick geschärft war. Einmal kurz umgeschaut und schon waren die ersten Stromverschwender entdeckt. So etwas kann teuer werden, ganz abgesehen davon, dass Energieerzeugung die Umwelt belastet. Es können schnell mal „hundert Euro im Jahr sein“, sagte Herr Dreher, der Mann von der Energieagentur Mittelbaden. Da spitzten die Rheinwaldschüler die Ohren, genauso wie vermutlich alle anderen Teilnehmer des Stand-by-Projekts, das die Agentur dieses Jahr an über 70 Schulen durchführt.
Im Landkreis Rastatt sind es 60 Klassen in 23 Schulen, im Stadtkreis Baden-Baden 21 Klassen in elf Schulen. Von der vierten bis zur zehnten Klasse sind alle Altersstufen vertreten. Bis in den Juni reicht der Terminplan der  Mitarbeiter, die das Programm in die Schulen tragen. In der Rheinwaldschule in Elchesheim-Illingen nehmen neben der Klasse 4b mit Lehrerin Frau Trachte auch die 4a von Herrn Damm am Projekt teil. Mit Energieberater Dreher wurde der ganz alltägliche Stromverbrauch untersucht. Mit einer elektrischen Zahnbürste fing es an. Weiterhin wurden ein Aktivlautsprecher, eine Stereoanlage und eine Playstation untersucht. Der meiste Strom löst sich in Wärme auf. In Energiesparlampen ist das anders.
Wieviel Energie eine Lampe braucht und was hinter dem Begriff Kilowattstunde steckt, das bekamen die Grundschüler bei einer Präsentation erläutert. Mit einem Messgerät wurde die Leistung (Watt) im Stand-by-Modus und in Betrieb gemessen. Ein Heidenspaß und lehrreich dazu. Dabei kam es Herr Dreher darauf an, etwas Überraschendes aufzudecken: in vielen Geräten fließt auch dann Strom, wenn sie gar nicht in Betrieb sind. Der Stand-by-Modus war den Kindern bekannt, vom „Scheinaus“ hatten sie noch nicht gehört: es brennt kein Bereitschaftslämpchen und doch wird Strom verbraucht. Um solchen heimlichen Stromschluckern daheim auf die Schliche zu kommen, werden beim Stand-by-Projekt die Teilnehmer eine Zeitlang mit Messgeräten ausgestattet.
Wenn Energielehrer Dreher zum zweiten Mal in die Reinwaldschule kommt, sollen die Ergebnisse der Hausarbeiten präsentiert werden. Wie man Energieverschwendung am allerbesten vorbeugt, wussten die Schüler schon. Stecker ziehen oder eine Steckerleiste mit Schalter verwenden: „so was haben wir daheim am Fernseher“.
Rektorin Ingrid Bitterwolf setzt darauf, dass die Sensibilisierung auch auf den Schulalltag übergreift. Sie will die Schüler als „Energiedetektive“ ausschwärmen lassen, die nutzlosen Stromverbrauch aufspüren sollen. Dass es bei Energieeinsparung auch um Geld geht, leuchtete den Experten in der 4a und 4b ein: „Weil die Eltern alles bezahlen müssen“.